Burgeis Lage
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BURGEIS IM VINSCHGAU...
 

Burgeis (it.: Burgusio, von rätoromanisch/römisch „burgus“ abgeleitet) ist die größte Fraktion von Mals und liegt auf 1.216 m im Vinschgau in Südtirol unterhalb des Berges Watles (2557) am Oberlauf der Etsch.

Der Name geht auf eine Römerbefestigung zurück die zum Schutz der „Via Claudia Augusta“, die durch das Dorf Burgeis führte, erbaut wurde. Von dieser Befestigung leitet sich wohl auch der Name der Edelfreien von Burgus-Wanga ab, deren Wappen das Dorf Burgeis heute trägt.
In Burgeis leben 828 Einwohner (März 2007). Der Ort liegt 2,5 Kilometer von Mals entfernt und ist die größte Fraktion dieser Hauptgemeinde. Burgeis ist Partnergemeinde von Lohr am Main, Beilngries (Bayern) und Weingarten (Württemberg).

Der St. Michael Brunnen im malerischen Ortskern von Burgeis

 

Die Fürstenburg in Burgeis

Die Fürstenburg

Die Fürstenburg wurde in den Jahren 1272 - 1282 vom Churer Bischof Konrad in Burgeis errichtet und diente den Bischhöfen von Chur als Zufluchtsort. Imposant ist der gewaltige Bergfried mit einer Mauerdicke von 3 m., sehenswert das Fürstenzimmer und die Kassettendecken.

 

Geschichte von Burgeis

Die ältesten Berichte über Burgeis entnehmen wir der Chronik des Benediktinerpaters Goswin, der von ca. 1320 bis 1395. Burgeis bestand im 12. Jh., aus mehreren verstreuten Höfen, die sowohl den Klöstern Marienberg und Müstair sowie dem Bischof von Chur, zu dessen Amtsbereich der Vinschgau gehörte abgabepflichtig waren. Zu dieser Zeit soll auch (vermutlich an der Stelle an der heute die Kreuzkapelle steht) ein Kloster gestanden haben, das dem hl. Zeno geweiht war. Goswin berichtet uns auch von einem Turm, der "burgus" oder "castellin" genannt zwischen der Fürstenburg und dem Kloster gestanden haben soll und auf den der Name des Dorfes zurückverweist.

Mit Fresken bemalte Häuserfassaden in Burgeis
 
Kloster Marienberg in Burgeis

Kloster Marienberg

...entstand im 12. Jahrhundert aus einer Stiftung der Edlen von Tarasp. Das Kloster war also über Jahrhunderte das geistige Zentrum des Oberen Vinschgaus und nimmt bis auf den heutigen Tag einen großen Stellenwert ein. Für eine große Anzahl von Menschen war Kloster Marienberg religiöser, kultureller und wirtschaftlicher Bezugspunkt. Die Krypta vom Kloster Marienberg wurde im Jahr 1160 vom sel. Adalgott, Bischof von Chur, geweiht und diente als erster Gottesdienstraum für das Chorgebet und die Feier der Heiligen Messe. Die romanischen Fresken in der Krypta sind einer der größten Zeugnisse romanischen Kunstschaffens im Alpenraum.
Im Erdgeschoss des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes des Kloster Marienbergs befindet sich das 2007 eröffnete Museum. Die Besucher erhalten Einblick in den Alltag hinter den Klostermauern. Einige Kunstwerke aus der Gründerzeit werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Objekte weisen auf wichtige Begebenheiten im Laufe der 900jährigen Geschichte hin.
Anlässlich des Tiroler Gedenkjahres 1809 sind im Museum zwei an das Kloster Marienberg adressierte Originalbriefe Andreas Hofers ausgestellt, nebst Seidenstücken aus der Andreas-Hofer-Fahne. Die Briefe wurden kürzlich im Marienberger Stiftsarchiv entdeckt.

 

St. Stefan

Das unweit von Kloster Marienberg gelegene Kirchlein St. Stefan, das sich aufgrund archäologischer Grabungen bis in die Frühzeit des Christentums im 5. Jahrhundert zurückführen lässt, erhielt seine heutige Gestalt vermutlich im 9./10. Jh., worauf insbesondere die Rundbogenblenden, der Rechteckchor und der Triumphbogen hinweisen. Die Langhausmauer ist 1,50m stark. An der Chorrückwand, teilw. durch den Altar verdeckt, Wandmalereien von 1498 (Marienkrönung, die hll. Stefanus und Laurentius), in der Fensterleibung Rankendekor. Altarmensa von 1677; Giebelskulpturen und Seitenstatuen (um 1500) im Stift Marienberg deponiert (Diebstahlsgefahr).

Burgeis
 
Der Pfaffensee im Wander- und Skigebiet Waltes in Burgeis

Pfaffensee

Mit dem Sessellift oder zu Fuss gelangt man auf den Burgeiser Hausberg Watles. Von der Plantapatschhütte wandert man anschließend ca. eine halbe Stunde auf einem gemütlichen Wanderweg bis zum Pfaffensee mit herrlichem Ausblick auf den Oberen Vinschgau. Der Weg führt weiter bis zum Gipfelkreuz des Waltes.

 

Prati-Orgel

In der im Ortskern von Burgeis gelegenen Pfarrkirche Mariä Empfängnis befindet sich die ursprünglich für die Stiftskirche des Klosters Marienberg 1677 bis 1678 von Carlo Prati erbaute Barockorgel. Nach der Aufhebung des Klosters im Jahr 1807 wurde die Prati-Orgel von der Gemeinde Burgeis ersteigert und in der Pfarrkirche aufgestellt. 1874 erneuerte sie Josef Aigner unter Verwendung von Pratis Prospektpfeifen und des reich ausgestatteten Gehäuses, das die Jahreszahl 1678 und die Wappen des Stifts und des Abts Franz von Pasch trägt.

Burgeis bei Mals
 
 
Burgeis und die Malser Heide im Herbst
 

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Unterkunft Garni Appartements Almrausch in Burgeis, Vinschgau, Südtirol
 
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